Match Race Germany: Wenig Wind zum Auftakt auf dem Bodensee

Regen begrüßte die zwölf Teams beim Match Race Germany auf dem Bodensee vor Langenargen. Während die eine Hälfte der Teams am Donnerstagvormittag noch bei Wind mit drei Flights in den Event startete, verschwand der Wind mit dem abziehenden Regen nach dem ersten Flight der zweiten sechs Mannschaften.

Das Eröffnungs-Match wurde dem Sieger von 2016 zugelost, brachte Karol Jablonski und seiner jungen Crew vom Bodensee aber kein Glück. Doch im Duell gegen Max Trippolt aus Bregenz waren die „Heimvorteile“ auf Seiten der Österreicher. Der Pole mit dem deutschen Pass und America’s Cup-Erfahrung verlor nicht nur dieses Match, sondern auch die beiden folgenden gegen Maxime Mesnil (Frankreich) und Dejan Presen (Slowenien). Sonst zeigte sich nach den ersten drei Flights am Donnerstagvormittag ein recht ausgeglichenes Feld. Vier Teams holten je zwei Siege in ihren drei Rennen: Neben Trippolt, Mesnil und Presen holte auch Lukasz Wosinski (Polen) zwei Punkte.

In ersten Flight der zweiten sechs Teams konnte der Hamburger Max Gurgel gegen den Polen Patryk Zbroja einen leichten Vorteil beim Start erringen und kam an der Luvtonne als Erster an. Den Vorsprung ließ er sich nicht nehmen, baute diesen bis kurz vor dem Ziel weiter aus. Gemäß der Taktik, immer zwischen dem Gegner und dem Ziel zu bleiben, segelte Gurgel trotz sicherem Vorsprung noch einmal vor den Bug des Gegners, halste da auf die Linie zum Ziel und kontrollierte ihn dort weiter. Gurgel holte damit seinen ersten Punkt. Der Hamburger grinste erleichtert, hatte er den Sieg doch gegen den Achten der Weltrangliste gefahren.
Sein nächster Gegner wäre Jelmer van Beek gewesen, gegen den er voriges Jahr bei der Deutschen Meisterschaft das Finale verloren hatte. Der Holländer hatte aber sein erstes Match auf dem Bodensee gegen Vladimir Lipavski mit doch deutlichem Rückstand verloren.
Geradezu Welten lagen im Duell zwischen Titelverteidiger Eric Monnin (Schweiz) und dem Portugiesen Afonso Leite. Während Monnin zum zwölften Mal in Langenargen dabei ist, die großen Boote und das Revier kennt, konnte Leite bei schwächer werdendem Wind das acht Tonnen schwere Schiff bei weitem nicht auf dem Speed des Gegners halten und kam erst Minuten nach Monnin ins Ziel. „Wir waren auf der ersten Kreuz noch gleichauf, aber er versuchte einen Lee-Durchbruch. Das darf man bei dem wenigen Wind mit diesen schweren Booten nicht machen.“
Nach dem ersten Durchgang mit den neuen Mannschaften musste Wettfahrtleiter Rudi Magg vom ausrichtenden Yacht-Club Langenargen immer wieder die Startvorbereitung abbrechen und den Wimpel für Startverschiebung setzen.
Den restlichen Nachmittag verbrachten Wettfahrtleitung und Bojenleger damit, mit jedem neuen Windhauch den Kurs neu auszulegen, den Wind zu messen und bei der Ansage „Null Komma null“ wieder alles einzusammeln. Um 16.30 Uhr steuerte die Flotte den Hafen an, wartete unter aufklarendem Himmel bis 18 Uhr vergebens. Am Freitag um neun Uhr wird das Match Race Germany fortgesetzt.
vg







Details sind hier

 

 

 

Monnin © Volker Goebner

Gurgel vor dem Schloss © Volker Goebner

© Volker Goebner

© Volker Goebner

17.05.2018 18:52 Alter: 250 days