Starboot (League-Finals, 04.-08.12., Bermudas) - 1. Tag

Kurz nachdem “AP über A” um 13.30 Uhr das Ende des auf dem Wasser tatenlosen Tags signalisiert hatte, erklärte Regattadirektor Paul Hutton: “Da war auf dem Regattakurs einfach nichts – der Wind setzte mit einigen Knoten aus Westen ein, kam dann aus Norden und erstarb wieder, bevor er aus Süden wehte, aber nicht durchstand und in der Folge weiter aus verschiedenen Richtungen kam.” Starboote benötigen in der Regel konstante Winde von fünf Knoten und mehr für faire Wettfahrten.

“Wir haben es mit einem Tiefdruckgebiet im Westen von uns zu tun, das von der Küste Floridas in unsere Richtung zieht. Es entzieht der Atmosphäre jeglichen Wind”, sagte Hutton weiter, “die Front erwarten wir für morgen. Wenn sie näher kommt, warden wir etwas mehr Wind erleben. Wenn sie uns passiert, gibt es reichlich Wind, der nach Norden dreht und sich dann erst östlich etablieren wird. So ein Phänomen erleben wir im Dezember nicht sehr oft, es kann aber passieren.”

Der erfahrene Starboot- und America’s-Cup-Segler Mark Strube, der hier mit 470er-Weltmeister Kevin Peponnet aus Frankreich segelt, sagte: “Normalerweise herrschen zu dieser Jahreszeit im Revier der Bahamas östliche Passatwinde vor. Ich war zu fünf Western Hemisphäre Championships und fünf Star Sailors League Finals hier – wir sind nie im Stich gelassen worden. In der Regel profitieren die Bahamas täglich von 15 bis 25 Knoten herrlichem Wind unter sonnigem Himmel auf dem wunderschönem Meer, also einem perfekten Szenario.”

Der amtierende Starboot-Weltmeister Jorge Zarif aus Brasilien, der zum vierten Mal an einem Finale der Star Sailors League teilnimmt, stimmte der Entscheidung der Wettfahrtleitung zu: “Wir hatten überhaupt keinen Wind. Es wäre unmöglich gewesen, ein vernünftiges Rennen zu segeln. Ja schon unmöglich, überhaupt zum Kurs zu gelangen. Die Vorhersage für morgen Vormittag ist auch nicht sehr gut, aber wir sollten am Nachmittag guten Wind bekommen. Von da an dürfte es eine großartige Regatta werden.” Auch Strube ist überzeugt, dass der Rest der Woche keine Wetter-Probleme mehr bereiten dürfte: “Wir werden vielleicht am Mittwoch ein paar Regenschauer erleben, aber für Donnerstag bis Samstag erwarten wir 14 bis 18 Knoten Wind – absolut perfekt!”

Paul Hutton sagte abschließend: “Wie in jedem Jahr beeindruckt das Finale der Star Sailors League mit einer super stark besetzten Flotte, die wir natürlich aufs Wasser bringen wollen!”

Die Qualifikationsrennen für die gesamte Flotte werden bis Freitag andauern. Heute geht es bereits um 16:00 Uhr MEZ los (live und replays hier). Am Samstag stehen dann das Viertel- und das Halbfinale sowie das Finale auf dem Programm. Die Sieger-Crew der Vorrunde qualifiziert sich direkt für das Finale, darf sowohl das Viertel- als auch das Halbfinale überspringen. Die zweitplatzierte Crew nach der Vorrunde segelt direkt ins Halbfinale. Die Teams auf den Plätzen drei bis zehn der Vorrunde tragen das Viertelfinale aus. Die besten fünf Viertelfinalisten kämpfen im Halbfinale um den Finaleinzug. Die besten drei Halbfinalisten treffen im Finale auf den Vorrundensieger.

Dem Gewinner des sechsten Finales der Star Sailors League winkt mit 40.000 US-Dollar der Löwenanteil des Gesamtpreisgeldes in Höhe von 200.000 US-Dollar.

Das Teilnehmerfeld ist wieder gigantusch: Paul Cayard (USA), Iain Perci (GBR), Mark Mendelblatt (USA), Eivinde Mellleby (NOR), Mateusz Kuswcznierewic (POL),  Robert Scheidt (BRA) Mark Strube (USA), Sime Fantellla (CRO), Pavllos Kontides (CYP), Tonci Stipanovic (CRO), Tito Ruggero (ITA), Diego Negri (ITA), Freddy Loöf (SWE), Lars Grael (BRA), Xavier Rohart (FRA), Jorge Zarif (BRA), Frithjof Kleen (GER), Markus Koy (GER)...

Die Event-Website ist hier

 

 

 

© Finals of the SSL-Marc Rouiller-facebook

05.12.2018 11:44 Alter: 10 days