470er-Teams trainieren wieder in Santander

 

Simon Diesch und Philipp Autenrieth sind wieder in Santander (Nord-Spanien). Das 470er-Team ist Anfang Oktober mit Sack und Pack - 470er, Motorboot, Ausrüstung - und auch noch dem Boot von Winkel/Cipra nonstop von Friedrichshafen an die spanische Atlantik-Küste gefahren.

 

Die deutschen 470er-Teams gliedern sich damit wieder in das Training der internationalen Gruppe ein, von der sie der DSV Ende August zurückbeordert hatte. Die deutschen 470er-Damen wollen in den kommenden Tagen anreisen. Denn der DSV hatte nach Absprache mit DOSB und Bundesinnenministerium grünes Licht für die Wiederaufnahme des 470er-Trainings in einem als Risikogebiet geltenden Land erteilt. Wohnen werden die deutschen Segler in eine Ferienwohnung, den Kontakt mit der Öffentlichkeit so gut es geht meiden. Vom Corona-Problem der spanischen Hauptstadt sei Santander weit entfernt.

Ende Oktober will die ganze Trainingsgruppe - Segler aus ESP, SWE, POR, AUT, TUR und GER - nach Lanzarote umziehen, um dort den ganzen Winter über zu trainieren. Bis zum ersten Event 2021 - so es denn dann wieder normal weiter geht - ist es von Lanzarote nicht weit: Am 5. März soll die Weltmeisterschaft 2021 in Vilamoura/Portugal beginnen. Das wäre dann auch die erste interne deutsche Ausscheidung der 470er für die Olympischen Spiele 2020-21 …

 

Simon Diesch und Philipp Autenrieth schreiben in ihrem Newsletter vom 5. Oktober:

„… Die vergangenen Wochen waren nicht völlig ereignislos. Zum einen waren wir beide beim Europa-Pokal der 45 qm Nationalen Kreuzer in Bregenz (als Vorarlberg noch kein Risikogebiet war), als Crew auf dem P 243 von Christián Dornier. Zwei Frühstarts bremsten uns zu Beginn der Serie etwas aus - doch mit den folgenden Plätzen 3-6-1 zeigten wir, dass das Team in dieser Kreuzer-Szene durchaus konkurrenzfähig ist.

Simon steuerte für den WYC beim Bundesliga-Event Ende September in Kiel auf Rang fünf (wie schon beim Auftakt-Event im Juli ebenda).

Nach dem Hin und Her der vergangenen Wochen und Monate - immer wieder wurde eine Regatta zur Olympia-Ausscheidung hochgestuft, seit Miami im Januar hat aber letztlich NICHTS stattgefunden – sind wir nun froh, über einen längeren Zeitraum die Planung wieder selbst in den Händen zu halten. So hoffen wir zumindest. Denn Anfang November will die Trainingsgruppe nach Lanzarote umziehen. Je nach Entwicklung der Lage soll auf der kanarischen Insel, die auch im „tiefsten Winter“ gute Segelbedingungen bietet, bis in den Februar andauern. 15 bis 20 Teams wollen sich dort einfinden. Die nationalen Trainingsgruppen sind autark, auf dem Wasser wird es aber immer wieder einmal kleine, gemeinsame Wettfahrten geben.

Das Reisen wollen (und sollen) wir minimieren. Ob wir zwischen Santander und Lanzarote noch einmal in die Heimat fliegen, das wird sich zeigen. Wir sind jedenfalls auf eine längere Trainingszeit in segelbaren Gefilden eingestellt. …“

© Team GER-11

Diesch/Autenrieth vor Santander © Team GER-11

05.10.2020 22:32 Alter: 16 days