470er WM, Tag 3: leichter Wind, super Wetter - aber viel Luft nach oben

 

 

Wolkenloser, dunstiger Himmel und erstmals thermischer Wind: An die sechs Knoten, manchmal aber auch weniger, aus Süd kräuselten das Meer vor Vilamoura (Portugal). Zwei weitere Rennen wurden bei der Weltmeisterschaft 2021 der 470er in allen Gruppen gesegelt. Die Führung eroberten die Schweden Anton Dahlberg und Frederik Bergström mit den Plätzen 9 und 2. Sie liegen nach insgesamt sieben Wettfahrten punktgleich mit den Russen Pavel Sozykin/Denis Gribanov (6 und 3) an der Spitze. Rang drei belegt das portugiesische Team Diogo und Pedro Costa. Die bisherigen Spitzenreiter Jordi Xammar und Nicolas Rodriguez aus Spanien, Vizeweltmeister von 2019, sind nach den Plätzen 3 und 20 nur noch an vierter Stelle.

 

Im Rennen um das letzte europäische Nationenticket für Olympia liegen die beiden deutschen Teams abgeschlagen - anders kann man es nicht nennen - auf den Plätzen 13 (Malte Winkel und Matti Cipra, Plau/Schwerin) und 15 (Simon Diesch und Philipp Autenrieth, WYC/BYC). Die Reihenfolge der noch nicht qualifizierten Nationen ist derzeit: POR, SUI, HUN, ISR .. GER (und eben RYF/RUS je nach Sichtweise ganz vorne) 

 

Diesch/Autenrieth hatten im ersten Tagesrennen einen super Start am Startschiff, wendeten gleich auf die rechte Seite - doch die Rechnung dort ging nicht auf. Im Ziel waren sie nur auf Platz 19. Im zweiten Lauf die gleiche Situation beim Start - wieder unmittelbar mit dem Startschuss am Startschiff - doch diesmal war es ein allgemeiner Rückruf. Der Wiederholungsstart gelang Diesch/Autenrieth nicht ganz so optimal. An der Luvtonne waren sie nicht unter den Top-Ten. Doch auf der Vorwindstrecke machten sie Boden gut, waren schon auf Platz acht. Am Ende kamen sie mit Platz 12 ins Ziel. Winkel/Cipra starteten auf der linken Seite, ganz am Pin end - doch diesmal ging diese Wahl gar nicht auf, sie kamen erst am Ende des Feldes an die Luvtonne, wurden schließlich in diesem zweiten Tagesrennen 23., im Lauf zuvor waren sie auf Platz 20.

Nur noch vier Punkte trennen jetzt die beiden deutschen Teams. Und aufgrund der ungeklärten Situation mit einem Nachrückeplatz ist die Reihenfolge dieser beiden Teams nach wie vor wichtig.

 

Bei den Damen würfelte es „etwas“. Mit 15 und 5 am Mittwoch liegen Silvia Mas Depares/Patricia C. Reina (ESP) zehn Punkt vor Camille Lecointre und Aloise Retournaz (FRA, heute 17 und 1).

Auf Rang neun das derzeit beste deutsche Damen-Team, die Überraschungs-Crew Luise Wanser/Anastasiya Winkel (NRV, 9 und 17 am Mittwoch). Nadine Boehm/Ann-Christian Goliaß (DTYC) schossen sich mit 24 und 19 gleich aus den Top-Ten bis auf Rang 13 zurück, zwei Zähler hinter Theres Dahnke/Birte Winkel - und einen Punkt vor Frederike Loewe/Anna Markfort.

Für die Damen geht es um den Olympia-Startplatz des DSV - das Nationen-Ticket haben sie schon. Da werden die nächsten Tage, sagen wir einfach mal: spannend.

vg

WM 2021 in Vilamoura-Diesch/Autenrieth-GER 11 © Vilamoura Sailing TV-Screenshot

10.03.2021 17:23 Alter: 33 days